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2015 PUR ist der Weintraum

Ein Jahrgang, wie ihn sich ein jeder Weingärtner wünscht:

PUR, KLAR, SONNIG, EHRLICH!

Die Natur meinte es in diesem Jahr gut mit uns. Spannungsreiche Weine sind entstanden: einerseits filigran und von positiver Leichtigkeit geprägt, andererseits kräftig, gehaltvoll und extraktreich. Mit einer sehr differenzierten Traubenlese konnten wir den Zuckergehalt und die Aromareife in Einklang bringen.

2015 war aber auch ein Jahr, in dem der Klimawandel deutlich zu spüren war. Wir fühlen uns deshalb umso mehr in unserem bisherigen Handeln bestätigt. Für uns ist das Jahr ein weiterer Ansporn, unsere Bemühungen in der ökologischen Ausrichtung zu verstärken. Bei zunehmender Trockenheit während der Vegetation profitieren die Reben von einer tiefen Durchwurzelung. Dies gelingt mit einem Boden, der frei ist von synthetischen Düngern und Herbiziden. Mit vielen lebendigen Organismen erhält der Boden wieder seinen natürlichen Ursprung.

2015 - ein Baustellenjahr beginnt.

Wir haben nicht nur im Weinberg mit unseren Böden viel Spaß, sondern auch im Weingut. Im neuen Gewölbekeller aus dem Jahr 1574 wird ein Tunnel gegraben und mit unseren bestehenden Weinkellern verbunden. Dadurch erhält dieser herrliche Keller wieder seine ursprüngliche Bestimmung und Bedeutung.

Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus darüber ergänzt nun ebenfalls unser Weingut. Die Gutswohnung wird der neue Mittelpunkt und das Herz des Weinguts sein. Wir freuen uns schon jetzt auf viele gemeinsame Momente mit Ihnen in unseren neuen Räumlichkeiten.

Lassen Sie sich aber zuvor von unserer puren Lust der Natur überraschen, mit einem guten Glas Wein.

Mit großer Freude. Markus Heid

 


Weinjahr 2014

Ein Jahrgang, den wir unserem Urahnen Melchisedec widmen

1664 wurde unser Urahn Jakob Melchisedec Heid geboren. 350 Jahre (und zehn Generationen) später, möchten wir mit dem 2014er Jahrgang auf ihn anstoßen. 

Mit einem Jahrgang, der jugendlich, unkompliziert und klar strukturiert daherkommt, wie unser Weingut. Ein Jahrgang, der aber auch zum Denken anregt. 

Ungewöhnlich früh begann im letzten Jahr die Natur sich zu regen. Voran ging ein mil-der Winter. Es gab kaum Frost und keinen Schnee. Das Frühjahr blieb trocken und die Reben verblühten an den heißen Pfingsttagen schnell. Im Juli kam der lang ersehnte Regen, dass er nicht mehr aufhörte, war ebenso außergewöhnlich.

Die Vegetation ging rasch voran und Anfang September gesellte sich im Zuge der Globalisierung ein neuer Schädling dazu. Die Kirschessigfliege aus Asien sorgte für große Unruhe. Sie sticht kurz vor der Reife die Traubenbeeren an, hauptsächlich die der Rotweinsorten, sodass die Trauben frühzeitig gären. Wir mussten deshalb sehr schnell und selektiv lesen. Jede Traube wurde genau begutachtet und die schadhaften Beeren wurden ausgelesen. Der Aufwand lohnte sich. Melchisedec wäre stolz auf uns.

Ein spannender Jahrgang, der unserem Urahnen Tribut zollt. 

Mit großer Freude. Markus Heid

 


Weinjahr 2013

Ein Jahrgang der Rückbesinnung, der Momentaufnahme und mit Ausblick

Für rund 40 Jahrgänge ist ein „Wengerter“ in seinem Leben verantwortlich. 20 davon begleiten mich bis heute, und jeder war einzigartig.

1992 startete ich nach dem Technikerabschluss meine berufliche Laufbahn im elterlichen Weingut. Ein Betrieb, der vom Trollinger und der Literflasche geprägt war. Jugendliche Veränderung war angesagt. Viele Ideen wurden, ohne großen elterlichen Widerspruch, in Angriff genommen und umgesetzt.

1993 gestalteten wir Etiketten, Flaschenformen und Kapseln als Zeichen des Umbruchs neu. Seitdem hat sich viel getan. Neue Sorten wurden gepflanzt, die Pflege der Reben geändert und die Erträge bewusst auf Qualität ausgerichtet. Die Erkenntnis, dass die Qualität im Weinberg entsteht und nicht im Keller, beeinflusste den Ausbau der Weine.

Heute versuchen wir mit unserem Tun im Keller den Jahrgang, die Arbeit im Weinberg, das Wetter und den Boden möglichst unverändert und natürlich in die Flasche zu bringen.

Die Stilistik der Weine wird klar vom „Bodagfährtle“, also dem Terroir geprägt und nicht vom „Wein machen“. Unsere Weine sollen durch ihre Ursprünglichkeit und Natürlichkeit glänzen.

Nach 20 Jahren haben wir deshalb unsere Darstellung neu überdacht. Die „Verpackung“ soll zum Inhalt passen. Das neue Etikett ist schlicht und elegant, informativ und philosophisch. Das neue Logo spiegelt die Weinfarben wider. Das Gut und die Weine sind auf den „Punkt“ gebracht.

Für die nächsten 20 Jahre haben wir viel Potenzial. Langeweile kommt bei uns ganz sicher nicht auf. Die Ideen sprudeln und Sie dürfen gespannt sein auf unsere zukünftigen „Projekte“. Lassen Sie sich überraschen, zuerst einmal vom neuen Jahrgang, denn letztendlich kommt es auf den Inhalt an.

2013 – ein würdiger Jahrgang für die Halbzeit

 


Weinjahr 2012

Ein Jahrgang, der zum Dank verpflichtet!

Viel Freude bereitet uns unsere diesjährige Weinkollektion. Weine mit viel mineralischer Prägung, zarten lebendigen Fruchtaromen, die lange auf der Zunge stehen bleiben und viel Appetit auf den nächsten Schluck machen. Ganz einfach Weine, von denen man genusssüchtig wird.

Dank gilt aber auch unseren Vorfahren, da sie die Traditionen bewahrten. Ohne das Wissen des Altbewährten hätten wir heute nicht den Mut und die Kraft neue bzw. auch wieder alte Wege zu gehen. Weinbau wurde über viele Generationen naturnah praktiziert. Heute sehen wir es wieder als Pflicht, nachhaltig zu arbeiten. Dazu zählt der vollständige Verzicht auf synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel. Unsere Böden möchten wir bewahren, in dem wir auf Herbizide verzichten und eine artenreiche Vielfalt an Kräutern und Gräsern fördern. Unsere Weinberge werden wieder lebendig, die Böden krümeliger und die Reben können wieder tiefer wurzeln. Zurück zum Ursprung, der im Glas schmeckbar wird.

 

© 2015, Weingut Heid

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